Donnerstag / 26. Oktober 2017 / 19.00 Uhr / Die Macht der Psychotherapie im Neoliberalismus

Studentisch selbstverwalteter Raum / Adam-Kuckhoff-Str. 34a / Steintor-Campus / Universität Halle

Vortrag und Diskussion mit A n g e l i k a G r u b n e r (Wien)

Die Psychotherapie hat sich ihren Platz im Gesundheitswesen gesichert und ist zu einer hegemonialen Behandlungsmethode avanciert. Sie präsentiert sich als wissenschaftlich, neutral und unabhängig. Dass aber oftmals diejenigen Theorien, die sich auf diese Weise verstehen und positionieren, gerade jene sind, die die bestehenden Herrschaftsverhältnisse stützen oder sogar befördern, ist eine weitgehend unreflektierte Größe. Auch das (gesellschafts-)politische Interesse an der Psyche, das sich in der versicherungstechnischen Öffnung zur Inanspruchnahme der Psychotherapie ebenso zeigt wie am sich ausbreitenden Psychojargon in der Alltagssprache, der kolportiert hohe Bedarf nach Psychotherapie und der nicht enden wollende Zustrom zu den Psychotherapieausbildungen machen nachdenklich. Der Vortrag von Angelika Grubner gibt einen Einblick sowohl in die Hintergründe der Macht der Psychotherapie als auch in die Thesen ihrer aktuellen Publikation.

Angelika Grubner arbeitet als systemische Psychotherapeutin und hat dieses Jahr das Buch ‚Die Macht der Psychotherapie im Neoliberalismus‘ veröffentlicht.

Ein Interview, das Radio Corax mit Angelika Grubner zu ihrem Vortrag führte:

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