Donnerstag / 23. November / 19.00 Uhr / Hollywoods Kapitalismuskritik. Eine ideologiekritische Filmanalyse

Hörsaal 2 / Steintor Campus / Universität Halle

Vortrag und Diskussion mit W o l f g a n g M. S c h m i t t (Neuwied)

Hollywoodfilme bestätigen in der Regel das Bestehende – in dem Sinne sind sie pure Ideologie. Diese Tendenz dominiert noch immer das Mainstreamkino, doch im Zuge der Finanzkrisen der vergangenen zehn Jahre produzierte man in Amerika vermehrt Filme, die sich kritisch mit dem Kapitalismus auseinandersetzen. „Margin Call“, „The Big Short“, „The Wolf of Wall Street“, „Nightcrawler“ oder „Logan Lucky“ zeugen allesamt von dieser Trendwende, und mögen auch jene Intellektuelle überraschen, die kritische Film bislang hauptsächlich in Europa verortet haben. Tatsächlich wagt sich Hollywood mit seiner Kapitalismuskritik erstaunlich weit vor, und macht damit – Ironie des Systems – ordentlich Kasse. Was aber zeichnet Hollywoods Kapitalismuskritik aus? Wo liegen die Grenzen? Und wie gelingt es dem Kapitalismus, sich diese gegen ihn gerichteten Filme stets wieder einzuverleiben?
Der Filmkritiker und Literaturwissenschaftler Wolfgang M. Schmitt, bekannt durch seinen YouTube-Kanal „Die Filmanalyse“ youtube.com/filmanalyse), wird in seinem Vortrag „Hollywoods Kapitalismuskritik: Eine ideologiekritische Filmanalyse“ Antworten auf
diese Fragen geben. Wenn es stimmt, dass, wie Siegfried Kracauer schreibt, Filme ein Spiegel der Gesellschaft sind, dann sollten wir uns trauen, in diesen cineastischen Spiegel zu blicken, um uns selbst zu erkennen.

Ein Interview, das Radio Corax mit Wolfgang M. Schmitt zu seinem Vortrag führte:

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